West Coast Swing lernen
West Coast Swing lernen – wenn Tanzunterricht zu festen Mustern führt
Wer West Coast Swing lernen möchte, beginnt meist mit einem Anfängerkurs in einer Tanzschule. Dort werden die typischen Grundfiguren wie Sugar Push, Side Pass, Underarm Turn und Whip vermittelt.
Damit hat man bereits die wesentlichen Grundformen des West Coast Swing kennengelernt. Viel mehr braucht es zunächst gar nicht, denn die große Vielfalt dieses Tanzes entsteht vor allem dadurch, dass diese wenigen Grundformen immer wieder verändert, verlängert und miteinander kombiniert werden.
Wer dagegen einen ganzen Abend lang nur die Figuren aus dem Tanzkurs in der erlernten Form wiederholt, wird schnell feststellen, wie eintönig und vorhersehbar das Tanzen werden kann.
West Coast Swing lebt gerade davon, dass die Grundfiguren nicht ständig nach demselben Muster getanzt werden, sondern dass sich die Bewegungen aus der Musik und dem Zusammenspiel der Tanzpartner entwickeln.
Keine festen Schrittfolgen und keine Chorografie
Besonders Tänzer, die aus dem Standard- und Lateinbereich kommen, sind häufig daran gewöhnt, Schrittfolgen genau einzustudieren. Blutige Anfänger haben hingegen in der Regel gar keine Vosretllung davon. wie sie das Thema angehen sollen. Im Anfängerunterricht konzentrieren sich viele Tänzer dann darauf, die gezeigten Schritte möglichst genau nachzumachen. Das ist verständlich, kann aber auch dazu führen, dass die erlernten Abläufe als einzig richtige Tanztechnik verstanden werden.
In der Realität zeigt sich dann häufig das Problem: Wird ein Left Side Pass durch den Leader spontan verlängert verlängert, eine Whip etwas anders geführt oder spontan eine zusätzliche Bewegung aus einem ganz anderen Tanz eingebaut, geraten manche Follower aus dem Konzept. Sie suchen nach dem nächsten bekannten Muster des Tanzlehrers, obwohl sich der Tanz längst anders entwickelt hat.
Ähnliches gilt natürlich auch für Leader, die so sehr an ihren eingeübten Figuren festhalten, dass sie auf unerwartete Bewegungen ihrer Tanzpartnerin kaum reagieren können. Das führt dann dazu, dass der Tanzflow unterbrochen wird oder erst gar nicht aufkommen kann. Dabei ist es beim West Coast Swing völlig normal, dass eine Figur anders verläuft als ursprünglich gedacht. Eine Drehung entwickelt sich weiter, ein Bewegungsablauf wird verlängert oder aus einer unerwarteten Reaktion entsteht spontan etwas Neues. das sind keine Fehler, sondern Grundprinzop des Tanzes. Gerade hierdurch wird der Tanz besonders interessant und verfällt nicht in montone Abläufe.
Wenn Kurslevel zu festen Tanzgruppen führen
Viele Tanzschulen teilen ihre West-Coast-Swing-Kurse in Level 1, Level 2, Level 3 und weitere Stufen ein.
Das ist für die Organisation des Unterrichts praktisch, kann aber dazu führen, dass über längere Zeit überwiegend dieselben Tänzer miteinander üben. Sie lernen dieselben Figuren, gewöhnen sich an ähnliche Abläufe und wissen irgendwann ziemlich genau, was der andere als Nächstes machen wird. Im nächsten Level geht es dann häufig mit derselben Gruppe und denselben Vorstellungen weiter.
Gerade beim West Coast Swing ist das jedoch ein Widerspruch. Denn beim Social Dance gehört es dazu, ständig mit unterschiedlichen Tanzpartnern zu tanzen und sich immer wieder neu aufeinander einzustellen
Ein Problem ist auch, dass sich bestimmte Tanzgewohnheiten immer stärker festsetzen können. Werimmer in den gleichen Untericht geht ud anschließend mit Tänzern mit einem anderen tänzerischen Hintergrund oder einer anderenm Gegend tanzt, stellt möglicherweise fest, dass die gewohnten Abläufe plötzlich nicht mehr funktionieren. Ein erfahrener Salsa-, Boogie oder Discofox-Tänzer kann aber durchaus ein hervorragendes Rhythmusgefühl und viel Erfahrung im Führen oder Folgen mitbringen, auch wenn er noch nie einen fortgeschrittenen West-Coast-Swing-Kurs besucht hat, und relativ schnell und spontan in den Tanz hineinfinden.
Was beim West Coast Swing wirklich zählt
Beim West Coast Swing geht es nicht darum, möglichst viele Figuren zu sammeln oder die wenigen Grundfiguren immer wieder exakt nachzutanzen. Interessant wird der Tanz erst durch die Art, wie Leader und Follower mit diesen Grundlagen umgehen. Mal wird eine Figur verlängert, mal verändert sich der Rhythmus, mal greift die Tanzpartnerin einen musikalischen Akzent auf und der Leader reagiert darauf. Und manchmal entsteht eine Bewegung, die keiner der beiden vorher geplant hat.
Das setzt voraus, dass beide Tänzer aufeinander achten und bereit sind, von einem eingeübten Ablauf abzuweichen. Grundschritte und Technik bleiben dabei wichtig. Sie geben Sicherheit und erleichtern die Verständigung zwischen den Tanzpartnern. Im Unterricht sollten sie aber nicht zum Selbstzweck werden.
Ein West-Coast-Swing-Kurs sollte deshalb nicht nur vermitteln, wie eine Figur getanzt wird, sondern vor allem auch, wie man mit ihr spielen, sie spontan ud kreativ verändern und sich dabei auf die Musik und unterschiedliche Tanzpartner einstellen kann. Denn genau darin liegt der besondere Reiz des West Coast Swing: Selbst mit denselben Grundfiguren und demselben Tanzpartner kann jedes Mal ein völlig anderer Tanz entstehen.
wenn Tanzunterricht zu festen Mustern führt
Wer West Coast Swing lernen möchte, beginnt meist mit einem Anfängerkurs in einer Tanzschule. Dort werden die typischen Grundfiguren wie Sugar Push, Side Pass, Underarm Turn und Whip vermittelt.
Damit hat man bereits die wesentlichen Grundformen des West Coast Swing kennengelernt. Viel mehr braucht es zunächst gar nicht, denn die große Vielfalt dieses Tanzes entsteht vor allem dadurch, dass diese wenigen Grundformen immer wieder verändert, verlängert und miteinander kombiniert werden.
Wer dagegen einen ganzen Abend lang nur die Figuren aus dem Tanzkurs in der erlernten Form wiederholt, wird schnell feststellen, wie eintönig und vorhersehbar das Tanzen werden kann.
West Coast Swing lebt gerade davon, dass die Grundfiguren nicht ständig nach demselben Muster getanzt werden, sondern dass sich die Bewegungen aus der Musik und dem Zusammenspiel der Tanzpartner entwickeln.
Wenn aus Grundfiguren feste Schrittfolgen werden
Im Anfängerunterricht konzentrieren sich viele Tänzer zunächst darauf, die gezeigten Schritte möglichst genau nachzumachen. Das ist verständlich, kann aber auch dazu führen, dass die erlernten Abläufe als einzig richtige Ausführung einer Figur verstanden werden.
Besonders Tänzer, die aus dem Standard- und Lateinbereich kommen, sind häufig daran gewöhnt, Schrittfolgen genau einzustudieren.
Beim Social Dance zeigt sich dann manchmal das Problem: Wird ein Side Pass verlängert, eine Whip etwas anders geführt oder spontan eine zusätzliche Bewegung eingebaut, geraten manche Follower aus dem Konzept. Sie suchen nach dem nächsten bekannten Schritt, obwohl sich der Tanz längst anders entwickelt hat.
Ähnliches gilt natürlich auch für Leader, die so sehr an ihren eingeübten Figuren festhalten, dass sie auf unerwartete Bewegungen ihrer Tanzpartnerin kaum reagieren können.
Dabei ist es beim West Coast Swing völlig normal, dass eine Figur anders verläuft als ursprünglich gedacht. Eine Drehung entwickelt sich weiter, ein Bewegungsablauf wird verlängert oder aus einer unerwarteten Reaktion entsteht spontan etwas Neues.
Nicht jede Abweichung ist aber ein Fehler. In der Regel handelt es sich um eine Variation, die den Tanz erst interessant macht.
historisch geachsene Tanzgruppen vermeiden
Viele Tanzschulen teilen ihre West-Coast-Swing-Kurse in Level 1, Level 2, Level 3 und weitere Stufen ein.
Das ist für die Organisation des Unterrichts praktisch, kann aber dazu führen, dass über längere Zeit überwiegend dieselben Tänzer miteinander üben. Sie lernen dieselben Figuren, gewöhnen sich an ähnliche Abläufe und wissen irgendwann ziemlich genau, was der andere als Nächstes machen wird.
Im nächsten Level geht es dann häufig mit derselben Gruppe und denselben Vorstellungen weiter.
So können sich bestimmte Tanzgewohnheiten immer stärker festsetzen. Wer anschließend mit Tänzern aus anderen Schulen oder mit einem anderen tänzerischen Hintergrund tanzt, stellt möglicherweise fest, dass die gewohnten Abläufe plötzlich nicht mehr funktionieren.
Gerade beim West Coast Swing ist das ein interessanter Widerspruch. Denn beim Social Dance gehört es dazu, ständig mit unterschiedlichen Tanzpartnern zu tanzen und sich immer wieder neu aufeinander einzustellen.
Ein erfahrener Salsa-, Boogie-Woogie- oder Discofox-Tänzer kann dabei durchaus ein hervorragendes Rhythmusgefühl und viel Erfahrung im Führen oder Folgen mitbringen, auch wenn er noch nie einen fortgeschrittenen West-Coast-Swing-Kurs besucht hat.
Was beim West Coast Swing wirklich zählt
Beim West Coast Swing geht es nicht darum, möglichst viele Figuren zu sammeln oder die wenigen Grundfiguren immer wieder exakt nachzutanzen.
Interessant wird der Tanz erst durch die Art, wie Leader und Follower mit diesen Grundlagen umgehen.
Mal wird eine Figur verlängert, mal verändert sich der Rhythmus, mal greift die Tanzpartnerin einen musikalischen Akzent auf und der Leader reagiert darauf. Und manchmal entsteht eine Bewegung, die keiner der beiden vorher geplant hat. Das setzt aber voraus, dass beide Tänzer aufeinander achten und nicht einen einstudierten Ablauf nachtanzen. Grundschritte und Technik sind wichtig. Sie geben Sicherheit und erleichtern die Verständigung zwischen den Tanzpartnern. Sie dürfen aber nicht zum Selbstzweck werden.
Ein West-Coast-Swing-Kurs sollte deshalb nicht nur vermitteln, wie eine Figur getanzt wird, sondern vor allem auch, wie man mit ihr spielen, sie verändern und sich dabei auf die Musik und unterschiedliche Tanzpartner einstellen kann. Denn genau darin liegt der besondere Reiz des West Coast Swing: Selbst mit denselben Grundfiguren und demselben Tanzpartner kann jedes Mal ein völlig anderer Tanz entstehen.
Was zeichnet einen guten West-Coast-Swing-Unterricht aus?
Ein guter West-Coast-Swing-Unterricht sollte sowohl technische Grundlagen vermitteln aber insbesondere auch die persönliche Entwicklung der Tänzer fördern.
Anfänger benötigen zunächst Orientierung. Dazu gehören Grundschritte, Rhythmus, Gewichtsverlagerungen, Balance, Connection und typische Figuren. Diese Grundlagen ermöglichen es, gemeinsame Bewegungen kennenzulernen und ein Verständnis für die charakteristische Technik des West Coast Swing zu entwickeln.
Problematisch kann es allerdings werden, wenn die im Unterricht vermittelten Schrittfolgen als einzig richtige Form des Tanzens verstanden werden. Gerade bei erfahrenen Tänzern sollte zwischen technischen Fehlern und individuellen Variationen unterschieden werden.
Technische Korrekturen müssen nachvollziehbar sein
Wenn eine Bewegung technisch ungünstig ist, sollte ein Lehrer erklären können, weshalb. Beispielsweise kann eine fehlerhafte Gewichtsverlagerung die Balance beeinträchtigen. Eine ungünstige Körperposition kann die Connection erschweren. Eine unkontrollierte Drehung kann den Partner aus dem Gleichgewicht bringen.
Solche technischen Hinweise sind sinnvoll und können die Qualität des Tanzens verbessern.
Eine Abweichung von einer bestimmten Unterrichtsfigur ist dagegen nicht schon deshalb falsch, weil sie anders ausgeführt wird. Entscheidend ist, ob die alternative Bewegung funktioniert und mit den grundlegenden Prinzipien des Tanzes vereinbar ist.
Unterschiedliche tänzerische Voraussetzungen berücksichtigen
Nicht alle Tanzschüler beginnen mit denselben Erfahrungen. Wer bereits jahrelang Boogie-Woogie, Salsa, Discofox oder andere Paartänze getanzt hat, bringt häufig ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl und umfangreiche Bewegungserfahrungen mit. Diese Fähigkeiten können beim Erlernen des West Coast Swing hilfreich sein.
Guter Unterricht sollte deshalb die vorhandenen Stärken erkennen und darauf aufbauen. Nicht jeder Tänzer benötigt dieselben Übungen oder denselben Lernweg.
Improvisation gezielt fördern
Neben dem Erlernen klassischer Figuren sollte auch die freie musikalische Gestaltung geübt werden.
Eine einfache Übung besteht beispielsweise darin, dass sich zwei Tänzer gegenüberstehen. Einer beginnt, spontan Bewegungen zur Musik auszuführen. Der andere versucht, diese Bewegungen möglichst unmittelbar zu spiegeln. Dabei können auch Elemente anderer Tanzstile verwendet werden. Anschließend werden die Rollen gewechselt. Solche Spiegelübungen fördern Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung, musikalische Reaktion und die Fähigkeit zur spontanen Bewegungsgestaltung.
Ebenso sinnvoll sind Übungen, bei denen Figuren bewusst verlängert, rhythmische Variationen entwickelt oder musikalische Phrasen tänzerisch interpretiert werden. Dadurch lernen die Teilnehmer nicht nur bestimmte Figuren, sondern auch, wie sie sich innerhalb der Musik frei bewegen können.
Ein guter Tanzlehrer vermittelt nicht nur, welche Schritte ausgeführt werden sollen. Er hilft seinen Schülern auch dabei, ein eigenes musikalisches und tänzerisches Ausdrucksvermögen zu entwickeln.
